PSYCHOTHERAPIE – SIE STEHEN ALS MENSCH IM MITTELPUNKT

PSYCHOTHERAPIE – SIE STEHEN ALS MENSCH IM MITTELPUNKT

Was brauchen Sie für Ihr Wohlbefinden und die Entfaltung Ihrer Persönlichkeit?

In der Begegnung mit sich selbst?
In der Begegnung mit Ihnen nahestehenden oder für Sie wichtigen Menschen?
In der Auseinandersetzung mit den Umständen Ihres Lebens?

Wie können Sie gesünder werden?

Ihre störenden Einschränkungen reduzieren und mit ihnen besser umgehen lernen?
Das für Sie individuell passende Maß an Ruhe, Entspannung und Aktivität finden?
Sich von Belastungen aus Ihrer Vergangenheit lösen?

Ich unterstütze Sie:

  • Ihre Fähigkeiten und Stärken wahrzunehmen, zu fördern und herauszufordern
  • Ihre Hindernisse und Konflikte genauer kennen zu lernen und in Zusammenhängen zu sehen – sie zu überwinden oder damit leben zu lernen
  • Auf Ihre persönlichen Lebensfragen individuelle Antworten zu finden

Dabei ist es mir wichtig, Ihnen die oberste Autorität über unsere Zusammenarbeit einzuräumen, und alle Interventionsangebote vor Ihnen völlig transparent zu machen.
Was für Sie stimmig ist, entscheiden alleine Sie. So stärken Sie Ihre Eigenkompetenz und Selbstwirksamkeit.

Jeder Mensch ist einzigartig, wunderbar und deshalb ganz besonders wertvoll. Ihnen als der Person begegnen zu dürfen, die Sie mir offenbaren, und mit Ihnen gemeinsam auf die Person hin zu arbeiten, die Sie sein wollen, betrachte ich als große Vertrauenssache und Auszeichnung. Dabei geht es um das Wecken, Entfalten und Verstärken von Ressourcen und Kompetenzen, die in Ihnen bereits vorhanden sind, aber noch nicht so in Erscheinung treten, wie Sie sich das wünschen.

Meine Arbeitsschwerpunkte sind:

nothing

Abhängigkeitserkrankungen

Der Weg in eine Sucht kann als Lösungsversuch gesehen werden, um Lebensrealitäten besser bewältigen zu können. Allerdings ist der Preis dieses Versuches meist Leiden für alle Beteiligten. Letztendlich kann der Leidensdruck einen Wandel zu besser funktionierenden Lösungsansätzen anstoßen. Allerdings braucht es Zeit, sich für diesen Wandel zu entscheiden.

Psychotherapie kann einen Prozess begleiten, in dem ganz individuell, mit sorgfältiger Abwägung, die Vor- und Nachteile sowohl der Sucht als auch der Freiheit von Sucht erfasst werden. Auch wenn die Sehnsucht das Ende der Sucht nur positiv sieht, geht es darum, die Probleme, deren Lösung das Suchtmittel versprach, dauerhaft anders zu lösen. Werden die Hürden auf diesem Weg überwunden, können sich Menschen, die scheinbar an einem Endpunkt angelangt waren, in jemand ganz anders verwandeln.

Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, mit der ganzen Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt präsent zu sein. Dabei fokussiert sich unser Geist auf die verschiedenen Sinneswahrnehmungen. Dies ermöglicht uns, sehr sorgfältig unseren Körper, unsere Gefühle und Gedanken und damit uns selbst in unserer gesamten Befindlichkeit und unseren Bedürfnissen wahrzunehmen. Damit begegnen wir uns und treten in eine liebevolle Beziehung zu uns selbst. Dieser Wahrnehmungsprozess bietet auch die Chance, aus dem Aktivitäts-Modus, in dem unsere Aufmerksamkeit oft überwiegend auf ein Ziel ausgerichtet ist, auszusteigen, und in den Sein-Modus zu gelangen, in dem wir nicht leisten müssen, sondern einfach authentisch sein dürfen, wie wir im Moment gerade sind.

Erfolgt diese Wahrnehmung mit einer Haltung wohlwollender Neugierde und Akzeptanz, erfährt daraus unsere Persönlichkeit und unser Körper Respekt und Wertschätzung. Das hat Auswirkungen auf unsere Gefühle und stärkt das Denken über unseren eigenen Wert und unser Vertrauen in unsere Kompetenz.

Steigt man mithilfe einer Achtsamkeitsübung aus kognitionslastigem Durchgeplantsein aus, erfährt unser Geist eine Verlangsamung, die als Stressreduktion und Entspannung wahrgenommen werden kann.

Achtsames Selbst-Mitgefühl bedeutet, in dieser Haltung gegenüber sich selbst aktiv zu werden, d. h. aus der Wahrnehmung, die noch auf keine Veränderung abzielt, wird eine einfühlsame und liebevolle Selbstfürsorge.

Mit dem Training der Achtsamkeit gegenüber sich selbst erfolgt gleichzeitig ein Training der achtsamen Wahrnehmung und Begegnung der gesamten Umwelt. Achtsamkeit ist eine wertvolle Grundlage für gelingende Beziehungen.

Die positive und weitreichende Wirkung von Achtsamkeit ist heute wissenschaftlich belegt. Sie unterstützt körperliche und psychische Gesundheit, reduziert Stresssymptome und stärkt Konzentrationsfähigkeit, fördert seelisches Gleichgewicht und Lebensfreude, erhöht Geistesklarheit und Präsenz und sie verbessert menschliche Beziehungen.

Ängste, Panikattacken, Phobien, Zwänge

Ängste entstehen, wenn Menschen ihr gesundes Bedürfnis, Kontrolle über ihr Leben bzw. über eine Situation ihres Lebens zu haben, verlieren – oft reicht die Sorge, dass dies passieren könnte.

Viele verschiedene Gründe legen dem Menschen nahe oder zwingen ihn sogar, sich seiner Ängste nicht gewahr zu werden und sie sich nicht einzugestehen. Das Unterbewusstsein bearbeitet sie trotzdem und lässt die verdrängte Angst in Form von Panikattacken ins Bewusstsein kommen. Die Menschen sind dann überrascht, und die Verständnislosigkeit, woher die Panik kommt, belastet zusätzlich.

Angst vor Menschen und Situationen kann als Schutzfunktion dienen, erlebtes Leid nicht wieder zu erleben. Vermeidungsverhalten kann sich daraus entwickeln.

Hoch belastende Erfahrungen können Menschen auch zu inneren Schwüren motivieren, sich in Zukunft konsequent vor diesen Überforderungen zu schützen. Da das logisch-konstruktive Denken bei hoher emotionaler Belastung nur eingeschränkt möglich ist, sind diese Schwüre angstbedingt immer wieder zu einfach gedacht und werden unter dem Druck der belastenden Gefühle schonungslos umgesetzt. Je mehr Kontrolle die Angst gewinnt, desto mehr können sich Denk- und Handlungsmuster verfestigen, die einengen und einer Realitätsprüfung nicht standhalten können. Ein Gefangensein in Denkmustern und Handlungen, die man irgendwann selbst als unsinnig entlarvt, wird möglich.

Sicherheit erleben, löst Angst auf.

Es kann ein sehr spannender und lohnender Weg sein, die komplexen wie auch kreativen Lösungsversuche der Seele zur Bewältigung der Angst aufzuspüren und nachzuvollziehen. Es ist möglich, die eigenen Belastungen als Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte zu sehen, zu verstehen und in der Folge als ersten Schritt leichter anzunehmen. Das und die damit verbundene Wertschätzung gegenüber sich selbst nehmen Druck heraus, schwächen damit die Angst und erweitern die Möglichkeiten, in kleinen Schritten befreiende Realität in die Belastungssituationen mit hineinzudenken. Diesem Prozess kann eine behutsame Angstexposition folgen, in der man sich bewusst einem begrenzten Ausmaß an Angst stellt und dabei erlebt, dass die emotionale Belastung selbst gesteuert in Grenzen gehalten werden kann und eine korrigierende Erfahrung möglich ist. Selbstwirksamkeit bedeutet, durch eigenes Wirken Kontrolle über übertriebene und damit ungesunde Angst erlangt zu haben.

Berufliche Themen

Beziehungsprobleme

Chronische Schmerzen und Somatische Belastungsstörungen

Die International Association for the Study of Pain (IASP) definiert: Schmerz ist „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder drohender Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“

Das Erleben des Schmerzes ist immer ein subjektives Empfinden; von außen kann nur das Schmerzverhalten beobachtet werden. Die erlebte Schmerzstärke steht nicht in einem bestimmten Verhältnis zu einer Organschädigung. Daher ist Schmerz, was eine Person sagt, und nicht das, was im Röntgenbild oder Labor zu sehen ist.

Bei chronischen Schmerzen wirken erbliche, biologische, soziale und seelische Komponenten zusammen.

Meist sind mehrere Ursachen daran beteiligt, um aus einem akuten Schmerz einen chronischen Schmerz werden zu lassen, z. B.: anhaltender Stress in der Kindheit, hohe Leistungsansprüche, Probleme in der sozialen Interaktion mit belastenden Folgen wie Ausgrenzung oder Mobbing.

Da wir Menschen biopsychosoziale Wesen sind, hängen unser Körper, unsere Seele und unsere soziale Verbundenheit mit anderen Menschen und unserer Umwelt eng miteinander zusammen. Soziale und psychische Spannungsfelder belasten daher auch immer den Körper. Oft braucht es dann nur mehr eine Kleinigkeit wie beispielsweise eine falsche Bewegung, um Schmerzen hervorzurufen. Die betroffene Person richtet ihren Fokus aber häufig nur auf den direkten Auslöser – die falsche Bewegung. Der dahinterliegende Stress und die damit verbundene muskuläre Anspannung und vielleicht auch begleitende Erschöpfung werden häufig übersehen. Beschränkt sich die Ursachenerforschung auf den Körper, kann das zu sich wiederholenden Abklärungen und einer Fixierung führen, die eine Chronifizierung des Schmerzes fördern, bei der es immer weniger – und im Laufe der Zeit keine – körperliche Verletzung als Auslöser für das Schmerzempfinden mehr braucht. Diese Entwicklung wird als Schmerzgedächtnis bezeichnet.

Einige Menschen reagieren auf ihre Schmerzen mit Schonung aus Angst vor einer Verstärkung ihrer Schmerzen und aus Angst, ihren Körper zu schädigen. Das führt zum Absinken der Leistungsfähigkeit. Die Schonung provoziert Fehlhaltungen, die wiederum Schmerzen erzeugen. Der Körper reagiert dann schon bei geringster Anstrengung mit Schmerzen, was zu einer ängstlich-depressiven Stimmung führen kann und den Stress erhöht. Das führt wiederum zu einer Verminderung der Schmerzschwelle. Auch durch die Erwartung von Schmerzen werden die Schmerzen jetzt verstärkt wahrgenommen. Aus einem akuten Schmerz kann so chronischer Schmerz im Sinne einer eigenständigen Erkrankung werden, die sich vom Auslöser abgekoppelt hat und sich selbst aufrechterhält (Fear-Avoidance-Modell).

Andere Menschen ignorieren ihre Belastungsgrenze durch z. B. hohe Ansprüche an sich selbst und Überaktivität. Sie überschreiten ihre Grenze jahrelang („Augen zu und durch“, „durchhalten“, ein Indianer kennt keinen Schmerz“) und kommen so zu einer Daueranspannung und in die Erschöpfung und Schmerzchronifizierung (Avoidance-Endurance-Modell).

Somatische Belastungsstörungen (Bodily Distress Disorder, BDD in der ICD‑11) stellen die Kombination anhaltender körperlicher Beschwerden mit psychischen Verhaltensmerkmalen wie erhöhter Aufmerksamkeit und Sorgen gegenüber den Symptomen dar.

Psychotherapie ist eine wichtige Komponente multimodaler Schmerztherapie. Die Aufweitung des Blickwinkels – von den körperlichen Beschwerden auch zu den psychischen und sozialen Aspekten – ermöglicht das Erlernen eines achtsamen Umgangs mit allen Anteilen der eigenen Persönlichkeit. Damit wird Stress und körperliche Anspannung reduziert und letztendlich die Schmerzschwelle wieder erhöht.

Die Erarbeitung von realistischen Zielen hilft gegen die Hilflosigkeit, in der man gefangen sein kann. Es geht darum, herauszufinden, was man in kleinen Schritten selbst bewirken und verbessern kann, um die eigene Lebensqualität zu steigern.

Die neurobiologische Schmerzverarbeitung erfolgt im Gehirn in den Arealen, in denen auch die Verarbeitung emotionaler Belastungen stattfindet. Daher kann in der subjektiven Schmerzwahrnehmung nicht differenziert werden zwischen körperlichen und emotionalen Auslösern. Beide erzeugen einfach Schmerz. Können in der Psychotherapie seelische Spannungsfelder verringert oder aufgelöst werden, reduziert sich das Schmerzempfinden um den Anteil, der die Schmerzverstärkung körperlicher Ursachen durch emotionale Belastungen ausmacht. In diesem Zusammenhang spielt auch die emotionale Gewichtung des Schmerzes eine entscheidende Rolle. Gelingt in der Psychotherapie eine Fokusverschiebung, wirkt diese schmerzlindernd.

Schmerzfokus (Schmerzfokus, Institut für Neuropsychotherapie Wien, Thomas Weber) ist ein neuro-psychotherapeutisches Verfahren zur nachhaltigen Verringerung und Auflösung von akuten und chronischen Schmerzen. Es wird davon ausgegangen, dass jedem chronischen Schmerz eine subjektive, unbewusste Schmerzgeschichte zugrunde liegt. Mittels Schmerzfokus können diese unverarbeiteten, schmerzhaften Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein für die Bearbeitung hervorgeholt werden. Dabei ist es allerdings nicht notwendig, dass die Klient:in die Erfahrung der Therapeut:in inhaltlich mitteilt. Daher ist diese Methode besonders schonend für die Klient:in.

Depression und Bipolare Störungen

Aus vielfältigen Gründen können Aufgaben, Verantwortung, Belastungen und Lebenseinschränkungen zu viel werden und die Lebensperspektive so weit einengen, dass Hilflosigkeit und Ohnmacht überhandnehmen. Die subjektive Beurteilung des eigenen Wertes leidet darunter, die Wahrnehmung von Handlungs‑ und Gestaltungsmöglichkeiten wird eingeschränkt, und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, etwas zu bewirken und zum Positiven zu verändern, sinkt oder bricht ein. Stattdessen können sich Verzweiflung und Lebensüberdruss breitmachen.

Körperliche Symptome können sichtbar werden.

Psychotherapie kann einerseits einfühlsam auf die Menschen in ihrer Überforderung und Niedergeschlagenheit eingehen und den lähmenden Druck herausnehmen, andererseits die Suche nach Möglichkeiten unterstützen, in kleinen aktivierenden Schritten den eigenen Körper, das Denken und Fühlen wieder angenehmer zu erleben, und auf der Ebene des Handelns in den Bereich von Selbstwirksamkeit zu kommen. Die damit verbundenen Steuerungsmöglichkeiten und Kontrolle wirken heilsam.

Wenn Menschen beispielsweise, um ihren Lebensdurst zu stillen, ihre körperlichen und psychischen Grenzen weit übergehen, kann dies zu einem körperlichen Zusammenbruch führen, der von einem Stimmungstief begleitet ist. Das Unwohlsein in dieser niedergedrückten Phase kann motivieren, in einer darauffolgenden Phase gesunde Grenzen zu überschreiten und sich zu übernehmen, bis der Zusammenbruch folgt.

Psychotherapie kann helfen, die eigenen Psychodynamiken zu erkennen und Ausstiegsmöglichkeiten aus ungesunden Denk‑ und Handlungsweisen zu finden, auszuprobieren und zu etablieren.

Identität, Sinn- und Zielfindung

Kinder – Jugendliche – Eltern – Familienthemen

Familienmitglieder leben meist lange Zeit ganz nahe beieinander und kennen daher die Stärken und Schwächen der anderen besonders gut.

Familienmitglieder können aufgrund ihrer Nähe zueinander abhängig voneinander sein. Wenn eine lediglich bekannte Person verletzt, tut es meist weit weniger weh als, wenn eine Verletzung innerhalb der Familie passiert.

Familienmitglieder gehen aufgrund der Gewohnheit der Nähe zueinander leicht unaufmerksam miteinander um, d. h. sie glauben, es sich erlauben zu können, weniger Wert auf Höflichkeit, Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander legen zu müssen.

Familienmitglieder kann man sich nicht aussuchen wie Freunde. Mit Familienmitgliedern bleibt man im Regelfall bis zum Tod verbunden. In Krisen kann sich Familie als ein wertvolles bzw. manchmal auch letztes Auffangnetz bewähren.

„Familie haben“ ist für viele Menschen eine Sehnsucht, ein Lebensziel.

Zur Familie gehören Kinder, die einerseits als außergewöhnlich besondere Geschenke erlebt werden und andererseits genauso unverständlich bis fremd. Auch können sie herausfordernd bis extrem überfordernd wahrgenommen werden. Sie sind auf Schutz, Sicherheit, Nestwärme, eine liebende, verständnisvolle Begleitung und stärkende Herausforderung angewiesen. Zu ihrem Schutz brauchen sie maßvolle, klare und letztendlich verständliche Begrenzungen durch Bezugspersonen, welche durch einfühlsame und fürsorgliche Liebe sowie durch Stärke und Kompetenz im Alltag ihre Vertrauenswürdigkeit beweisen. Kinder kommen in Unselbstständigkeit und völliger Abhängigkeit von ihren Eltern auf die Welt und haben den inneren Drang und auch die Aufgabe, selbstständig und weitgehend unabhängig von anderen zu werden, um auf ihre ganz besondere Art und Weise – genauso wie eben nur sie sind – glücklich und erfüllt zu leben.

Dieser lange und hochkomplexe Prozess beinhaltet eine Fülle von Spannungs‑ und Reibungsfeldern, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Eltern haben aber dazu meist auch noch eine Partnerschaft und Berufstätigkeit zu meistern. Verschiedenste Lebensereignisse können die breite Palette an Herausforderungen ergänzen.

Psychotherapie bietet die Möglichkeit, Außenperspektiven kennenzulernen, wenn man in den gewohnten Bahnen betriebsblind geworden ist. Sie kann den eigenen Blick aufweiten, um Verständnis für die anderen zu bekommen. Konflikte können in eine sachliche und eine persönliche Beziehungsebene unterteilt werden. Ein einfühlsamer Umgang mit den Bedürfnissen und Gefühlen aller Beteiligten kann erarbeitet werden, um eine Bedürfnisabstimmung zu erreichen, die einen breiten Konsens findet. Achtsame Kommunikation spielt dabei eine Schlüsselrolle. Gesunde Grenzen im Umgang miteinander sowie Rechte und passende Verpflichtungen können festgelegt werden.

Psychotherapie bietet die Chance, der Vision einer Familie näher zu kommen, die für jedes Mitglied den Schutz und die Geborgenheit eines Zuhauses mit dem Ansporn verbindet, sich beim Entdecken und Gestalten der Welt zu entfalten und über sich hinauszuwachsen.

Kommunikation und Konfliktmanagement

Menschen sind über Kommunikation miteinander verbunden. Die Qualität dieses Bindeglieds kann maßgeblich sein für die Qualität der Beziehung. Auch Schweigen und die Körperhaltung werden vom Gegenüber interpretiert – in diesem Sinn kann man nach Paul Watzlawick „nicht nicht kommunizieren“.

Psychotherapie kann den eigenen Kommunikationsstil erforschen – dabei können die einzelnen Bestandteile beispielsweise einem selbstsicheren, selbstunsicheren oder aggressiven Verhaltensstil zugeordnet werden. Auch ist es spannend, den eigenen Gewichtungsschwerpunkt bei der Interpretation von Botschaften herauszufinden. Eine gute Orientierung bietet hierfür das 4‑Ohren‑Modell von Friedemann Schulz von Thun.

Kommunikation wird im Regelfall als erfolgreich betrachtet, wenn sowohl die gegenseitige Bedürfnisabstimmung als auch die Beziehungsqualität zwischen den Kommunikationspartner:innen für alle Beteiligten passt. Das Modell der gewaltfreien bzw. einfühlsamen Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg bietet hilfreiche Anhaltspunkte für eine Optimierung in dieser Richtung.

Manchmal ist es hilfreich, die Kommunikation zu verlangsamen: Wenn Menschen schon ihre Antwort überlegen, während ihr Gesprächspartner:in noch spricht, und deshalb nur sehr selektiv zuhören können. Achtsames Zuhören, das der Kommunikationspartner:in die ganze Aufmerksamkeit schenkt, wird als sehr respektvoll und wertschätzend erlebt und führt zu einer umfassenden Wahrnehmung. Mit der Spiegelung des Mitgeteilten werden Rückmeldungen eingeführt, die informieren, was von der anderen Person aufgenommen und wie es verstanden wird. So können eingefahrene Muster einer dysfunktionalen Kommunikation aufgeweicht werden.

Psychotherapie kann in Konflikten auf der Grundlage des sich verstanden Wissens einen geschützten Raum bilden, in dem die Spannung nicht aufrechterhalten werden muss. Solche Entspannungspausen können zu einer Aufweitung des Blickwinkels führen, sodass sich neue Möglichkeiten eröffnen. Es lassen sich verschiedene Ebenen eines Konfliktes erarbeiten, um einen Überblick über Bedeutung und Ausmaß zu erlangen. Eine sorgfältige Abwägung verschiedenster Positionen unter Einbeziehung von Außenperspektiven kann zu einer Klärung führen, die das Festlegen von Prioritäten und maßvoll ausgewogene Entscheidungen erleichtert. In diesem Prozess zeigen sich auch die Möglichkeiten für Kompromisse und deren Auswirkungen auf die eigenen Bedürfnisse, sodass insgesamt eine Ermächtigung stattfinden kann, die einerseits ein aktives Zugehen auf Konfliktpartner:innen erlaubt, um mit ihnen nachhaltig tragfähige Lösungen gemeinsam zu erarbeiten, und die andererseits die Sicherheit und Kompetenz vermittelt, Recht durchzusetzen.

Männerthemen

Persönlichkeitsentwicklung

Die Lebensqualität steigern, durch Ausschöpfen des noch ungenutzten persönlichen Potentials.

Möglicherweise sind Ihre Kräfte durch viele Aufgaben im Stress des Alltags gebunden, sodass Sie keine Energie haben, Ihre Welt zu hinterfragen und Neues zu denken. Vielleicht hindern Sie auch Gewohnheiten, sodass es Entschlossenheit und Mut braucht, verfestigte Bahnen zu verlassen. Vielleicht haben Sie Angst und zögern, Vertrautes und Sicher-Gewordenes zu verlassen, vielleicht ….

Psychotherapie kann ein Experimentierlabor sein, um über den gewohnten Tellerrand zu schauen – sich neue Perspektiven zu gönnen. Über den eigenen Schatten springen, Neues ausprobieren und dabei über sich hinauswachsen. Zu dem werden, was ich zwar noch nicht bin, wohin mich aber meine Sehnsucht oder Bedürfnisse schon hinbewegen – auch wenn deren Wahrnehmung und Einordnung noch der Klärung bedarf.

Sich bewusst die Erlaubnis dazu geben, sich die Zeit für einen Prozess der Entwicklung zu nehmen, sich das Zaudern und Zögern genauso wie neugierige und aufgeregte Ungeduld zu gestatten, offen sein für das, was dabei herauskommt. Ist das nicht Leben? Bringt das nicht vielfältigeres Denken und einen weiteren Horizont? Lust bekommen auf Neues – sich in Bewegung erleben und damit eine Bestätigung erhalten, dass man fähig zu Veränderung ist – das kann sehr gut tun auf der Forschungsreise: sich zu der Person zu entwickeln, zu der man mit tiefster Überzeugung sagen kann und will: „Das bin ich!“

Psychosomatische Beschwerden

Mit dem Wort „Psychosomatisch“ wird die Zusammengehörigkeit zwischen Psyche bzw. Seele und Soma bzw. Körper ausgedrückt. Eingeschlossen sind dabei die Wechselwirkungen zwischen beiden. Psychosomatische Beschwerden bezeichnen körperliche Symptome, die nicht oder nicht ausreichend durch diagnostizierbare körperliche Beeinträchtigungen erklärt werden können.

Diese üblichen Begrifflichkeiten hinken hinter dem heutigen Denken nach: In der modernen Medizin und Psychologie ist die verbreitetste Theorie über den Menschen das biopsychosoziale Menschenbild nach George L. Engel. Es besagt, dass sowohl Gesundheit als auch Krankheit des Menschen – also die gesamte Befindlichkeit des Menschen – als dynamische Prozesse zu verstehen sind, in welche alle Komponenten eingebunden sind, die den Menschen ausmachen: Das ist die Körperlichkeit, die Seele einschließlich Denken und Fühlen und der Bereich des sozialen Umfeldes, in das ein Mensch eingebettet ist.

Es wird damit versucht, den Menschen ganzheitlich zu sehen und nicht mehr Einzelbereiche getrennt zu behandeln, weil alle oben genannten Komponenten des Menschen immer und untrennbar engstens miteinander verbunden sind.

Ein Beispiel: Wenn jemand einen Virusinfekt hat, sprechen wir üblicherweise von einer körperlichen Erkrankung dieses Menschen und fokussieren schon allein durch diesen Sprachgebrauch hauptsächlich auf die körperliche Komponente. Genauer genommen ist jede Erkrankung biopsychosozial. Die Viruserkrankung beeinflusst sehr wohl neben dem Körper auch das Denken und Fühlen und damit also auch die Seele und das soziale Handeln der erkrankten Person.

Psychotherapie kann die Zusammenhänge und die gegenseitigen Wechselwirkungen sichtbar machen, sodass Belastungen verständlich werden und sich daraus Auswege eröffnen. Psychoedukation kann neuropsychotherapeutisches Wissen über die Verbindungen zwischen Denken, Fühlen und Körper bzw. über die Steuerung des Körpers durch das autonome Nervensystem im Gehirn vermitteln. Wenn die dynamisch wirkenden Verbindungen praktisch nachvollzogen werden können, ergeben sich Möglichkeiten, diese selbstwirksam zu steuern, um zu einem positiveren Erleben von Körper und Seele zu gelangen.

Selbsterfahrung

Selbstwert und Selbstmitgefühl

Stress und Burnout

Traumata

So individuell verschieden wir Menschen sind, so verschieden verarbeiten wir auch, was wir erleben. Manchmal wirken auf uns Ereignisse existenzbedrohend und lösen damit massive Veränderungen in unserem Fühlen, Denken und in unserem Körper aus – teilweise Prozesse, die unser autonomes Nervensystem steuert und die wir selber gar nicht mehr im Griff haben, sondern die über uns hereinbrechen. Unter bestimmten Umständen kommt unser Körper nur langsam oder überhaupt nicht mehr aus diesen Reaktionsmustern heraus. Wenn solche Höchstbelastungen länger andauern, wird die komplexe Stressregulation des Menschen massiv überfordert und kommt es zu Belastungsreaktionen, die sowohl psychische als auch körperliche Beeinträchtigungen bedeuten.

Psychotherapie kann Betroffene stärken und unterstützen, sich in Schutz und Sicherheit zu bringen, z. B. durch eine klare und konsequente Trennung von Täter:innen. Weiters kann es darum gehen, die persönliche Stabilität zu stärken und auszuweiten, um dann auch mit schonenden Interventionen traumatische Erinnerungen bearbeiten und auflösen zu können. Auch lohnt es sich, die in und durch die Traumatisierung entstandenen Denk‑ und Handlungsmuster zu erkennen, mit der Realität zu vergleichen und zu verändern, ohne sich zu überfordern. So können sich Freiräume eröffnen und Neues Leben außerhalb der Begrenzungen durch die Traumatisierung und ihre Folgen gewagt, ausprobiert und erlebt werden.

Traumafokus (Institut für Neuropsychotherapie Wien, Thomas Ch. Weber) ist eine neuro‑psychotherapeutische Methode, die tiefenpsychologisch und körperorientiert wirkt und eine spontane, unmittelbare Verarbeitung traumatischer Belastungen im Gehirn ermöglicht, ohne dass Erinnerungen bewusst abrufbar sein müssen; daher ist diese Methode besonders schonend für die Klient:innen.

Verlust und Trauer

Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Und es war ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter als erste sich erhob und ihren jungen Körper dehnte. »Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Sie hätten noch ins Boot springen können, aber der Reisende hob ein schweres, geknotetes Tau vom Boden, drohte ihnen damit und hielt sie dadurch von dem Sprunge ab. In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen. Aber sie überwanden sich, umdrängten den Käfig und wollten sich gar nicht fortrühren. Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Und es war ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter als erste sich erhob und ihren jungen Körper dehnte. »Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Sie hätten noch ins Boot springen können, aber der Reisende hob ein schweres, geknotetes Tau vom Boden, drohte ihnen damit und hielt sie dadurch von dem Sprunge ab. In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen. Aber sie überwanden sich, umdrängten den Käfig und wollten sich gar nicht fortrühren. Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Und es war ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter als erste sich erhob und ihren jungen Körper dehnte. »Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Sie hätten noch ins Boot springen können, aber der Reisende hob ein schweres, geknotetes Tau vom Boden, drohte ihnen damit und hielt sie dadurch von dem Sprunge ab. In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen. Aber sie überwanden sich, umdrängten den Käfig und wollten sich gar nicht fortrühren. Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Und es war ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter als erste sich erhob und ihren jungen Körper dehnte. »Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Sie hätten noch ins Boot springen können, aber der Reisende hob ein schweres, geknotetes Tau vom Boden, drohte ihnen damit und hielt sie dadurch von dem Sprunge ab.

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Martin Buber

Einzeltherapie

Als systemischer Psychotherapeut liegt mir auch in der Einzeltherapie die Einbeziehung Ihrer wichtigen Lebenssysteme, wie Familie oder Arbeit, am Herzen.

Kinder – Jugendliche – Familientherapie

Kinder und Jugendliche leben so stark in ein familiäres oder familienähnliches System eingebettet, dass sie von diesem in hohem Maß abhängig sind. Veränderung ist oft nur in engem Zusammenspiel mit der Familie möglich. Zur Erweiterung der Einzeltherapie binde ich nach Bedarf die wichtigen Bezugspersonen in Familiengespräche ein. Manchmal reicht es, ein Kinderthema alleine mit den Eltern zu bearbeiten, damit sie ihrem Kind geben können, was es zur Auflösung seiner Symptome braucht. Manche Themen haben ihren Ursprung nicht in einer Person, sondern in der Familie und lassen sich am besten in einer Familientherapie bearbeiten.

Paartherapie

Hier geht es um die Stärkung partnerschaftlicher Begegnung und Lebensgestaltung sowie um den respekt- und würdevollen Umgang mit Unterschieden und Trennendem.

Gruppentherapie

In Hollabrunn: Themenschwerpunkte sind unter anderen: Training sozialer Fähigkeiten, Umgang mit Gefühlen (Wahrnehmen und Steuern, Skillstraining), Zusammenhänge Denken – Fühlen – Körper – Beziehungen, einfühlsame bzw. gewaltfreie Kommunikation, Konfliktmanagement und Achtsamkeit. Zur praktischen Erfassung machen wir auch Übungen. Es geht darum sich selber besser verstehen zu lernen, Gemeinsamkeiten zu erleben und neue zwischenmenschliche Erfahrungen zu machen. Dabei entscheiden Sie selbst, was Sie von sich mitteilen und wieweit Sie an Übungen teilnehmen. Maximal 7 Teilnehmer:Innen

Kostenzuschuss durch die Krankenkasse

Bei Einzel-Psychotherapie ist unter bestimmten Bedingungen ein Kostenzuschuss durch die Krankenkasse möglich. Bei Gruppen-Psychotherapien übernimmt die Krankenkasse unter bestimmten Bedingungen die gesamten Kosten. Ich informiere Sie im Gespräch gerne darüber.